Wo der Steinadler über uns seine Kreise zieht…

 

Zu den Kurztourenklassikern im Berchtesgadener Land gehört ohne Zweifel, eine Mountainbike Tour durch das Klausbachtal hinauf zur Litzlalm. Auf 18 km Streckenlänge nehmen wir 529 Hm unter die Stollen.

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Das Klausbachtal erstreckt sich im Westen des Nationalparks Berchtesgaden vom Hintersee bis zum Hirschbichlpass, der Grenze zum österreichischen Pinzgau. Es gilt sowohl als Tal der Almen wie auch als Tal der Adler. Mit etwas Glück und dem Blick in den Himmel (aber bitte nicht während der Fahrt) kann man hier den Steinadler beobachten.

Unsere Tour beginnt also auf einem der Parkplätze am Hintersee. Auf schmaler Asphaltstraße fahren wir zunächst entlang saftig grüner Weideflächen und durch lichten Mischwald, später dann durch dichte Nadelwälder und deutlich steiler hinauf, der Litzlalm entgegen.

Eingerahmt von den bizarren „Mühlsturzhörnern“ auf der rechten Seite -auch die Ramsauer Dolomiten genannt- und dem Hochkalter und Hocheismassiv auf der linken Seite, kurbeln wir hinauf zum Alpengasthof „Hirschbichel“, einem auch bei Mountainbikern beliebten Einkehrziel.

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Wer mag, kann natürlich hier schon einen Stopp einlegen. Wir jedoch passieren die deutsch/österreichische Grenze in einem Zug weiter hinauf zur Jausestation „Litzlalm“.

Oben angekommen, kann man dann bei Kaisermarrn und Weizenbier die Aussicht auf das „Hocheismassiv“ und „Steinerne Meer“ genießen.

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Beeindruckt von der Landschaft geht’s im Anschluss an den Gaumen- und Augenschmaus auf gleichem Weg aber deutlich zügiger zurück ins Tal bis zum Hintersee.

Hier kann man sich im Sommer entweder mit einem beherzten Sprung ins kühle Nass oder mit einem Eis Abkühlung verschaffen.

Also viel Spaß beim kurbeln, bis zur nächsten Tour…

Jürgen

Tourangebot „Auf zur Steinberg-Runde“

Tourangebot „Steinberg – Runde“ am Sonntag den 18.09.2016

43 km, 947 Hm

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(Anfänger und Einsteiger geeignet, Grundkondition sollte vorhanden sein, Teilnahme auf eigene Gefahr)

Vom Parkplatz der Mehrzweckhalle in Wahmbeckerheide aus starten wir unsere Tour zum Steinberg im Extertal, einer ehemaligen Raketenabschussbasis aus dem „Kalten Krieg“.

Über Voßheide geht es auf Witschafts- und Forstwegen zunächst in den Lemgoer Wald bis zum Kompostierwerk der Abfallbeseitigungs-GmbH Lippe. Weiter dann auf Forstwegen und Trails über den Piepenkopf nach Hillentrup. Durch den Ort und von Süden her über den Mühlenberg weiter über geschotterte Feld- und Forstwege hinauf zur Aussichtsplattform auf dem Steinberg.

Von hier oben hat man je nach Wetterlage einen super 360° Panorama-Fernblick sowohl zum Hermannsdenkmal im Teutoburger Wald, als auch zur Porta Westfalica mit dem Kaiser-Wilhelm-Denkmal auf dem Wittekindsberg.

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Vom Steinberg aus rollen wir talwärts nach Schwelentrup. Hier bietet sich die Möglichkeit einer kurzen Einkehr im Forellenhof.

Gestärkt machen wir uns dann auf den Heimweg durch Schwelentrup, über den Teufelsberg hinab zur B66 und auf der Farmbecker Straße bis nach Wendlinghausen. Von Wendlinghausen kurbeln wir über die Anhöhe Sievertsberg nach Altendonop.

Nachdem wir dann die Ostwestfalenstaße bei Donop überqueren, geht’s auf Wald- und Wiesenwegen vorbei an Dalborn durchs Passadetal und dem Gut Röhrentrup zurück zum Startpunkt, der Mehrzweckhalle in Wahmbeckerheide.

Die von mir angebotene Tour soll eine Verabredung zu einer gemeinsamen  Radtour sein und ist selbstverständlich kostenlos. Also, wer sich mir nun anschließen möchte, möge sich bitte per Mail unter mybikereport@gmail.com melden, damit wir noch die Startzeit vereinbaren und weitere Absprachen treffen können.

Bis dahin

Jürgen

Mehr als zwei Mal um die Erde…

…heißt es am Samstag, den 04. Juni 2016 beim 24-Stunden-Mountainbike-Rennen am Alfsee. Das Gesamtergebnis an gefahrenen Kilometern aller Teilnehmer kann sich sehen lassen.

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Auch wir, das „Quattuor Birota Racing Team“ tragen unseren Teil dazu bei. Angereist sind Sascha, Carsten und ich bereits am Freitag; Sven war noch verhindert, komplettiert unser Team aber dann am Samstagmorgen.

Nachdem wir unser Fahrerlager aufgebaut haben, heißt es erst einmal „Feuer frei“ und den Grill in Betrieb genommen. Bei Grillfleisch, Bratwurst, Salaten und herrlichem Wetter haben wir den Abend noch einmal entspannt genießen können. Als wir so gegen 22.30 Uhr feststellen, dass es total ruhig auf dem Campingplatz geworden ist, wird uns klar, die nehmen das hier alle verdammt ernst, hmm…

…müssen wir uns Sorgen machen?

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Da Anja, Carstens Frau, uns am Samstag bereits früh mit Kaffee und Baguette versorgt, können wir nach einem letzten gemeinsamen und leckeren Frühstück, zeitig mit unseren „Rennvorbereitungen“ beginnen. Bikes und Material noch einmal gecheckt, Taktik für den Tag festgelegt, es kann also losgehen. Um 13.00 Uhr zum „Fahrerbriefing“ auf dem „Plaza“, 13.45 Uhr in der Startaufstellung sein; das sind die Ecktermine, die einzuhalten sind; besonders für mich, da ich als Startfahrer unseres Teams das Rennen für uns eröffnen darf. Andree, der mit dem Rennrad aus Bielefeld angereist ist (als Trainingseinheit für den Ötztal-Radmarathon), hat mich im Starterfeld entdeckt.

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Nach nem kurzen Plausch rollen die Fahrer pünktlich um 14.00 Uhr unter dem Applaus vieler Zuschauer, in die erste Runde. Schnell wird klar, das wird hier keine „Kaffeefahrt“; alle sind verbissen dabei. Trotz allem Ehrgeiz, der hier in den Sand gefahren wird, bleiben die Überholvorgänge und der Umgang miteinander aber fair. Nach 12,5 km habe ich meine erste Runde absolviert und festgestellt, dass sich der Veranstalter wieder viel Mühe bei der Wahl der Streckenabschnitte gemacht hat. Vom „kleinen“ Erdhügel angefangen, über viele Trailabschnitte und nur wenig befestigten Wegen, bis hin zu ständigem „rauf auf den Deich und wieder runter“, sowie einigen Brücken, ist alles dabei. So ist ein Streckenprofil entstanden, dass sowohl physisch als auch psychisch über die gesamten 24h fordernd ist. Wer nur einen kleinen Moment unkonzentriert ist, hat das nicht selten mit ´nem Sturz bezahlen müssen.

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Alle im Team sind nach ihrer ersten Runde der Meinung: “Joaaa“, anspruchsvoll“!

Taktisch haben wir uns vorgenommen, nach jeder Runde zu wechseln, zumindest „tagsüber“. Ich kann also nach meiner ersten Runde das „Klickband“ als Staffelstab an Carsten übergeben, gefolgt von Sascha und Sven. Eineinhalb Stunden nach meiner ersten Runde bin ich nun wieder gefordert. Bei der Übergabe des Klickbandes kann ich auch Sven ansehen, dass ihn bereits das „Racefieber“ gepackt hat. Wir haben uns eigentlich vorgenommen, dass wir hier „nur mal so“ mitfahren und schauen, wie das so ist, 24 Stunden im Wechsel zu fahren. Tja eigentlich…

…aber irgendwie sind wir dann doch alle im „Rennmodus“. Ok, natürlich im Rahmen unserer Möglichkeiten. In den kurzen Regenerationsphasen zwischen den einzelnen Etappen um den See sind wir damit beschäftigt, zu schwitzen, unsere Kohlehydratspeicher zu füllen, die Muskulatur zu lockern und uns eine Taktik für die Nacht zu überlegen. Zu schlafen war ohnehin keine Option; wir wollen schließlich durchfahren und Runden sammeln.

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Die Taktik-Strategen Sven und Sascha

Entschieden haben wir uns dann für die legendäre 3/6 Taktik: 3 Runden „am Stück“ fahren und dann 6 Stunden „Auszeit“ nehmen. So der Plan…

…da wir Nachts aber kein Serviceteam haben (Anja und Tochter dürfen natürlich schlafen) müssen wir uns auf feste Wechselzeiten einigen. Ohne Erfahrung, wie sich die Rundenzeiten bei Nacht und nach 3 durchgefahrenen Runden verändern werden, fahren wir bei Einbruch der Dunkelheit nach dem Motto „Versuch und Irrtum“. Um kurz nach 21.00h den „Staffelstab“ von Sven übernommen, bin ich der Erste, der drei Runden ohne Wechsel fahren darf. Ausgestattet mit Helm- und Lenkerlampe sowie Rücklicht fahre ich so in die Dunkelheit, die sich allerdings noch etwas Zeit nimmt in Erscheinung zu treten.

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Irgendwann ist es dann aber soweit… der „Feuerball“ am Himmel verschwindet am Horizont, Nightride ist also angesagt. Die besonderen Licht- und Schattenwechsel auf der Strecke machen eine solche Fahrt immer wieder zu einem ganz besonderen Erlebnis. An brisanten Stellen haben die Organisatoren für zusätzliche Beleuchtung durch das technische Hilfswerk in Form von Lichtmasten gesorgt. Top!

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Angezogen vom Licht meiner Helmlampe legt sich ein Gemisch aus Kriebelmücken und aufgewirbeltem Staub auf mein schweißnasses Gesicht. Besonders die Milliarden von „Proteinlieferanten“ rund um den See machen ein gleichmäßiges Atmen in der Dunkelheit fast unmöglich. Mmmmh, lecker!

Drei Runden später und fünf Minuten vor meiner eigentlich festgelegten Zeit rolle ich in die Wechselzone in der Hoffnung, das Carsten dort schon auf mich wartet. Jaaa, da ist er. Das Klickband übergeben, ein kurzes Abklatschen und Carsten macht sich auf, die drei Runden unter die Stollen zu nehmen. In der Wechselzone herrscht immer noch klasse „Racestimmung“. Mit nem guten Gefühl und jeder Menge „Natur“ auf der Haut, mache ich mich auf den Weg zurück ins Fahrerlager. Schnell stelle ich fest, nicht nur in der Wechselzone ist um diese Uhrzeit noch viel los, nöö, auch die Duschen sind gut besucht. Nur die Anfeuerungsrufe bleiben hier aus.

Nach dem Duschen noch schnell meine Beleuchtungsanlage an Sascha übergeben und ab in die „Waagerechte“. Entgegen meiner Erwartung schläft man aber nicht ein, ich jedenfalls nicht. Irgendwie ist man ständig in Bereitschaft, sofort aufzuspringen und zu kurbeln, das habe ich so nicht erwartet. Eigentlich bin ich auch nach unseren Berechnungen erst wieder um 06.00 Uhr dran. Um halb 4h treffe ich aber Sascha bereits im Fahrerlager wieder, der mir erklärt, dass unser Team mal wieder schneller ist, als vorher erwartet. Wir sind 45 Minuten vor unserer Zeit. Das heißt für mich, ich muss bereits um 05.15 Uhr den Sven ablösen. Also sitze ich bereits um 04.30 Uhr wieder am Frühstückstisch, alleine allerdings, und versuche mit nem Müsli meinen Kreislauf wieder in Schwung zu bringen. Um diese Uhrzeit ist mein Biorhythmus nicht zwangsläufig auf Leistung eingestellt. Heute muss er aber!

Als ich in die Wechselzone komme, ist Sven, der mal wieder ne top Zeit gefahren ist, gerade eingerollt.

Morgentau liegt in der Luft und auf der Strecke, das heißt aufpassen. Besonders auf den kleinen „Alubrücken“, hier kann´s schnell mal rutschig werden.

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Also wieder konzentriert in die nächste Runde. Alle im Team haben ihre drei Runden nonstop absolviert, ab sofort also wieder der Wechsel nach einer Runde. Da ich mir nicht sicher bin, ob Carsten diesen „Moduswechsel“ im Wohnmobil mitbekommen hat, habe ich mich schon auf eventuell zwei Runden eingestellt. Aber auf Carsten ist Verlass!

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Natürlich steht er in der Wechselzone, wieder einmal bereit, ne super Rundenzeit ins Erdreich zu schreddern.

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Es ist jetzt Sonntagvormittag und ich glaube, mittlerweile hat jeder im Team mitbekommen, was es heißt an einem 24 Stunden-Radrennen teilzunehmen! Ich selber merke jetzt, dass ich so einige „Körner“ auf der Strecke gelassen habe. Wir sind noch nicht im Ziel, diesem jedoch schon ein ganzes Stück näher gekommen. Das wir aber immer noch im „Rennmodus“ sind, wird schnell klar, als wir uns überlegen, wie wir mit ein wenig Taktik und physischer Leistung kurz vor Rennende fahren müssen, um durch eine Runde mehr noch Plätze in der Gesamtwertung nach vorn zu rücken.

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Als Sven dann 2 Minuten vor Ablauf der 24 Stunden, die letzte Runden unter die Räder nimmt, steht als Ergebnis fest: wir sind insgesamt 39 Mal um den Alfsee gefahren, haben 487,5 Kilometer im Gelände zurückgelegt und somit den 36. Platz der 64 Vierer-Teams belegt. Mit dem Ergebnis können wir durchaus zufrieden sein. Wir waren das erste Mal dabei, haben trotz der Anstrengung jede Menge Spaß gehabt und sind auf jeden Fall wieder eine Erfahrung reicher!

Gerne möchte ich noch einmal daran erinnern, das wir ja mit unserem Vorhaben die Aktion Lichtblicke e. V. unterstützt haben und auch weiterhin unterstützen. Wer also noch etwas Gutes tun möchte, nicht für uns aber für die Kinder und Jugendlichen in NRW, der kann das weiterhin unter

www.lichtblicke.de/ihre_spendenmoeglichkeiten.html?24h-mountainbike-rennen-am-alfsee

tun.

Also bleibt in Bewegung…

Jürgen

Ready for Race…

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…hieß es am Wochenende für das „Quattuor Birota Racing Team“. Am Samstag den 04. Juni wurde das 24h Mountainbike-Rennen am Alfsee gestartet. Wie die „Neue Osnabrücker Zeitung“ bereits berichtet, herrschte dort „Festivalstimmung“.

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Ich werde später noch ausführlich über unsere Eventerfahrung berichten, vorab aber schon einmal ein paar Eckdaten aus der Ergebnisliste.

 

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Das Team hat in den 24-Stunden, 39 Runden fahren können und dabei insgesamt 487,5 Gelände-Kilometer auf dem anspruchsvollen Rundkurs zurückgelegt. Von den 64 gestarteten Vierer-Teams, haben wir den 36. Platz erreicht. Wenn man bedenkt, dass natürlich auch noch die Profiteams vor uns Hobby –Bikern liegen, können wir als Einsteiger mit dem Ergebnis durchaus zufrieden sein.

Insgesamt wurden während der 24 Stunden von allen Teilnehmern so viele Kilometer zurückgelegt, dass man damit zweimal die Erde umrundet hätte!

Alle im Team sind an ihre Grenzen gegangen und sagen Dank all denen, die uns motiviert und unterstützt haben. Einen ganz besonderen Dank hat sich Anja verdient, die uns während der Veranstaltung hervorragend verpflegt hat.

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…müde aber glücklich es geschaft zu haben 👍

Wir haben am Wochenende alles gegeben, alle die nun noch unser Projekt „Aktion Lichtblicke e. V.“ unterstützen möchten, müssen nicht alles geben, ein kleiner Teil kann bereits helfen, den Kindern ein Lächeln zu schenken…

Die Spendenseite bleibt natürlich weiterhin unter www.lichtblicke.de/ihre_spendenmoeglichkeiten.html?24h-mountainbike-rennen-am-alfsee geöffnet.

Also sei auch du dabei…

Sei dabei…

Birota

… und spende ein Kinderlächeln!

Ab sofort kann für unser 24h Rennen zu Gunsten der Aktion Lichtblicke e. V. gespendet werden. Dazu haben wir jetzt, wie bereits angekündigt, unsere „Spendenseite -24h Mountainbike-Rennen am Alfsee-“ unter www.lichtblicke.de/ihre_spendenmoeglichkeiten.html?24h-mountainbike-rennen-am-alfsee eingerichtet.

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Jede Spende zählt!

Mach also mit, auch Du gibst mit deiner Spende ganz viel Hoffnung…

Das Team möchte sich schon jetzt für die Unterstützung bedanken.

Über 200 km und 5.000 Höhenmeter ohne Mountainbike, wie geht das????

Nun das ist ganz einfach, man steigt vom Mountainbike um aufs Rennrad. Besonders einfach ist das für Andree aus Bielefeld. Eigentlich ist er ja quasi auf dem Rennrad groß geworden, wollte aber nach vielen Jahren endlich mal runter von der Straße, abseits des manchmal doch so turbulenten Straßenverkehrs, die Ruhe auf Wald- und Forstwegen sowie Singletrails erleben dürfen. Eigentlich hat er ja auch Spaß daran gefunden, mit seinem Specialized Bike die umliegenden Mittelgebirgszüge zu erfahren. Aber in 2016 ist (fast) alles anders…

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Andree auf dem Weg nach oben…

In einem Interview erklärt er mir:

mybikereport:
Hallo Andree, nachdem wir im letzten Jahr die CTF von Schloß-Neuhaus in den Teuto noch gemeinsam gefahren sind, habe ich erfahren, dass du dieses Jahr den Schwerpunkt deiner „Radaktivitäten“ vom Mountainbiken wieder auf das Rennrad verlagern wirst. Was treibt dich dazu?

Andree:
Ganz einfach – der Mythos „Ötztal Rad-Marathon 2016“ – und das damit verbundene Ziel zu finishen.
Allein die Zahlen wirken auf einen Flachlandtiroler etwas abschreckend, aber grade das ist die Herausforderung. Damit treibt mich der Trainingseifer – nach dem Motto „Ab jetzt wird kein Hügel ausgelassen“ auf die Straßen in Ostwestfalen. Insbesondere das Lipperland bietet sich mit seiner schönen Landschaft und den vielen „Wellen„ vom Hollenstein über Burg Sternberg bis zum Köterberg an.

mybikereport:
Ich habe gelesen, dass die Radsportgruppe „Ötzi“ des TSVE 1890 Bielefeld bereits letztes Jahr das „Losglück“ hatte und als Mannschaft den „Ötztaler Radmarathon 2015“ mitgefahren ist. Du bist aber nicht dabei gewesen, oder?

Andree:
Grundsätzlich wäre ich dabei gewesen, jedoch hatte ein ungewollter Salto auf dem MTB im Wiehengebirge im Sommer auf der Hausstrecke eines netten Arbeitskollegen zur Folge, dass ich aufgrund eines Schulterblattbruches die komplette Saison absagen musste – und damit leider auch den „Ötztaler“.
Traurig, dass ich bei fantastischem Wetter und einer tollen Rad- und Reisegemeinschaft nicht dabei sein konnte – schön, dass so ein einfacher Bruch nach 6 Wochen verheilt ist.
Und so habe ich wieder die Chance dabei zu sein.

mybikereport:
Beeinträchtigt dich deine Schulter noch beim biken?

Andree:
Es ist nicht die Schulter, die beeinträchtigt – das ist nur eine Frage des Heilungsprozesses, des muskulären Aufbaus und der Regeneration. Viel länger wirkt die unterbewusste Angst auf der Abfahrt vor einem eventuellen weiteren Sturz. Angst ist ein sehr schlechter Begleiter auf dem Rad. Du hast es selbst bei unserer MTB-Tour mitbekommen, als ich vor der (recht einfachen) Abfahrt angehalten habe, um mir das Steilstück anzusehen. Quasi wie ein Sprungpferd vor dem Hindernis habe ich zunächst verweigert.
Mit der bewussten Herangehensweise wie dieses Steilstück zu fahren ist (habe ich mir bei Dir abgeguckt), hat es dann ja geklappt.
Aber zuerst hat mir das Unterbewusstsein Pudding in die Knie gejagt.

mybikereport:
Nachdem euer Team nun dieses Jahr ein weiteres Mal dabei sein darf, heißt es wohl ab jetzt trainieren. Die Eckdaten des „Ötztalers“ sind beeindruckend, 238 km und 5.500 Höhenmeter. Wie sieht dein Trainingsplan aus? Wie bereitet sich das Team vor?

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Quelle: www.oetztaler-radmarathon.com

Andree:
Einen individuellen und extra darauf ausgerichteten Trainingsplan habe ich nicht, da ich auch noch andere Wettbewerbe absolvieren möchte. Rennradfahren ist da nur eine Disziplin. Ein „Mannschaftstraining“ gibt es nicht, da auch beim Ötztaler in der Regel jeder für sich selbst fährt.
Als generelle Vorbereitung gibt es jeden Mittwoch um 18 Uhr den Rad-Treff des TSVE an der TSVE-Sporthalle Am Niedermühlenhof. Grundsätzlich gibt es zwei Radgruppen mit unterschiedlichen Leistungsgruppen, die ca. 80 km-Touren fahren. Dort ist jeder – auch Nicht-Mitglieder und Du natürlich insbesondere – willkommen.

mybikereport:
Wichtig für mich natürlich zu wissen, ob Du dein Mountainbike jetzt gänzlich in den Keller verbannen wirst? Leider konnte ich dich ja nicht überreden an unserem 24h Rennen im Juni am Alfsee teilzunehmen.

Andree:
Das MTB ist ein Ganz-Jahres-Rad. Die ein oder andere MTB-Tour möchte ich auch so fahren, weil es einfach viel Spaß macht und Freude bringt.
Die Herausforderung Alf-See ist für mich eine Nummer zu groß…. Dafür muss man schon ein enthusiastischer Fahrer sein, um sich auch mitten in der Nacht motivieren zu können. Ich dagegen benötige ja nachts meinen Schlaf. Von Eurem Erfolg bin ich aber bereits überzeugt.

Aber meine Trainingseinheit mit dem Rad zum Alf-See, um euch vor Ort anzufeuern, habe ich selbstverständlich schon geplant.

mybikereport:
Als zusätzlicher Motivator bist Du im Fahrerlager am Alfsee natürlich gerne gesehen, herzlich willkommen. Also alles gut, dann gehe ich mal davon aus, das wir die eine oder andere Runde noch im Teuto fahren werden?

Andree:
Auf jeden Fall! Ich bin schon sehr gespannt und freue mich, die hier im Blog vorgestellten Strecken einmal mit Dir als Guide zu fahren.

mybikereport:
Prima, das kriegen wir hin. Dann wünsche Dir und deinem Team gute Trainingserfolge und letztlich eine erfolgreiche Teilnahme an der „Tour der Qual“, dem Ötztaler Radmarathon 2016!

Danke Andree!

Betreten verboten, Lebensgefahr…

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…natürlich unter Beachtung der Warnhinweise haben sich Sascha und ich am Sonntag, auf die nach dem Team benannte „Quattuor Birota Runde“ gemacht. Sven und Carsten waren leider verhindert, wir fahren also nur mit „halber Kraft“. Zur Motivation bereite ich kurz vor dem Start noch schnell den Grill vor –also Holzkohle rein, Grillanzünder bereitstellen, Würstchen und Fleisch im Kühlschrank checken- und dann erst einmal in die Pedale treten um auf Temperatur zu kommen und Kilometer zu machen. Das Ziel ist markiert (der Grill) und Wetter haben wir auch…

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…und zwar typisches Aprilwetter!

Nach ´ner kurzen Einrollphase, heißt es nach nur zweieinhalb Kilometern und dem ersten Anstieg bereits runter vom Rad, eine „tragende Rolle“ übernehmen und die auf der östlichen Seite der „Wahmbecker Klippen“ unter Laub verborgene Treppe hinauf. Wieder im Sattel und mit angespannten Oberschenkeln, kurbeln wir bis an den Rand des Steinbruchs. Achtung Absturzgefahr!

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Entlang der Abbruchkante geht’s dann zunächst rasant bergab, weiter durch den Ortsteil Wahmbeck hinauf zum Biesterberg. Nach einer flowigen Abfahrt über den nördlichen Wiesenhang mit kleinen Sprüngen und anschließendem Singletrail durchs Unterholz, machen wir uns auf den Weg in den Lemgoer Wald.

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Da mittlerweile die Sonne wieder vom Himmel scheint, steigt auch die Temperatur unter meinem Radtrikot. Ich muss für Abkühlung sorgen, also Reißverschluss auf, Frischluft rein. Im Lemgoer Wald angekommen, fahren wir auf Forstwegen zunächst Richtung Aussichtsturm, bevor wir an einer markanten „Wegespinne“ Halt machen.

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Auf meine Frage hin, ob wir den „Windelstein“ (höchste Erhebung im Lemgoer Wald) umfahren oder den direkten Weg rauf, mit ´nem knackigen Anstieg nehmen wollen, antwortet Sascha „Wir nehmen den knackigen Anstieg!“ Ok, ein Mann ein Wort. Apropos „Wort“: „Im letzten Drittel des Anstiegs höre ich auf zu reden, da bin ich mit atmen beschäftigt“, sage ich nur noch zu Sascha und fange an zu kurbeln. Sascha muss im oberen Teil des Anstiegs aber doch noch ein paar Worte von sich geben. Nach einer Kehre höre ich nur ein kurzes „oh Sch….!“ Stillschweigend stimme ich ihm zu und konzentriere mich weiter aufs atmen. Oben angekommen, lädt eine Bank zu einer kurzen Rast ein. Die Worte kommen zurück…

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So kann ich ihm auch erklären, dass wir es vorerst einmal für eine längere Zeit einfach nur rollen lassen können. Auf einem grob geschotterten Waldweg bewegen wir uns jetzt im „Sinkflug“ südlich des Lemgoer Kompostierwerks, Richtung Voßheide. Schnell haben wir so 200 Höhenmeter abgebaut. Entlang des kleinen Flusses „Passade“ geht´s dann an einem Gestüt vorbei, in den Ort Wiembeck.

Es ist Zeit, meinen Sohn anzurufen. Er hat sich bereit erklärt, den Grill für uns vorzuheizen, nicht ganz uneigennützig denke ich… 😉

Die letzten zwei Kilometer fahren wir dann doch wieder ein wenig bergauf, in mancher Kehre sogar ein wenig mehr…

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42 km, 815 Höhenmeter

…aber alles hat ein Ende und diese Tour endet für Sascha und mich dort wo sie begonnen hat, am Grill. 😃

Grüße Jürgen

Noch 1244 Stunden bis zum Start…

…und dann 24 Stunden kurbeln und schwitzen 😃. Davor steht aber noch die Planung des Projekts zu Gunsten der Aktion Lichtblicke e. V.! Heute ist nun die Ankündigung unseres Vorhabens auf der Internetseite der Aktion Lichtblicke und auf Facebook online geschaltet worden.

Ankündigung Projekt
Auf die Seite klicken

Werft doch einfach einen Blick darauf und wenn es euch gefällt 👍 und ihr meint das Projekt unterstützen zu wollen, dann teilt es doch einfach euren Freunden mit. Die Kinder und ihre Familien können jede Unterstützung gebrauchen, jede Spende zählt. Im Mai werden wir dann die Spendenseite schalten, auf der Ihr dann eure Spende direkt auf das Konto der Aktion Lichtblicke e. V. einzahlen könnt. Info kommt dann zeitnah.

Unser Dank gilt schon jetzt allen, die uns  bei dem Vorhaben zur Seite stehen.

Für das Quattuor Birota Racing Team,

Jürgen

Richtig oder falsch…

…wer kann das schon sagen? Wann ist der richtige Zeitpunkt nach ner Bronchitis 😷 wieder aufs Rad zu steigen? Für mich war das heute! Den restlichen Viren sollte bei drei Grad und wieder ‚mal eiskaltem Ostwind der Garaus gemacht werden.  Das hieß für mich aber, warm anziehen.

 

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Darth Vader?

Mir war klar, dass das heute nur ne leichte Ein- und Ausrollrunde werden würde, habe auch lange überlegt ob ich wirklich fahren soll. Ich musste raus…

 

 

 

 

 

 

Und es war gut so. Nach anfänglich durchweg bewölktem Himmel und kaltem Wind, verzog sich der graue Schleier nach einiger Zeit und die Sonne trieb die Temperatur auf beachtliche 8° Grad nach oben.

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Blick auf Lemgo

Habe mich entschlossen nur Teile meiner „Hausrunde“ zu fahren, für mehr reichen die „Körner“ noch nicht. Entgegen kam mir dabei, dass der Waldboden endlich den vielen Regen der letzten Wochen so allmählich verarbeitet hat und mein Racing Ralph wieder Grip entwickelt. 20160313_142926

Das heißt, dass man den einen oder anderen Trail auch wieder fahren kann, ohne das die Baumwurzeln einen gleich aus dem Sattel katapultieren. Glaubt man den Reifenspuren vor mir, dann bin ich nicht allein unterwegs.

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Ich habe mir heute Wege ausgesucht, die mich nicht ständig den „Polarwinden“ aussetzen. Der griffige Waldboden lässt eine zügige Fahrt zu, komme zumindest Talwärts gut voran. Bergauf dann doch wieder gemäßigt, schnauf… 

Ich muss mich zurückhalten, bin mir nicht sicher ob all die kleinen „Plagegeister“, die mich die ganze letzte Woche in die Knie gezwungen haben, nun wirklich schon meinen Körper verlassen und sich ein anderes Opfer gesucht haben. Mir geht es gefühlt ganz gut also weiter die Natur genießen. Tja, das zum Thema Natur. Auch solch „Betontausendfüßer“ begenen uns mittlerweile des öfteren.

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Beton geht aber auch bunt…

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…aber nicht nur Beton und das ist das schöne 😃

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Glasklar und bunt drückt’s das Wasser unterhalb der Brücke aus den Feldern, dann aber gehts wieder trocken dem Ende meiner kurzen und doch sonnigen Sonntags Tour entgegen.

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…nur gut das ich’s gemacht habe. Jetzt gehts ab unter die heiße Dusche und dann will ich mal sehen was von den Viren 🐛 übrig geblieben ist…

…ich hoffe nichts 😃

Manchmal gehts eben nur mit Druck…

… und nur mit dem richtigen Druck können wir unser Fahrwerk auch richtig nutzen. Um die Federelemente an unserem Bike richtig einzustellen, müssen wir diese mit dem passenden Luftdruck befüllen. Schon eine minimale Differenz an „bar“ kann da den Unterschied bedeuten. Dazu brauchts eben eine geeignete Dämpferpumpe.

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Ich habe mir dazu mal die Pocket Shock DXG von Topeak gekauft. Vorweg, mit der Pumpe bin ich super zufrieden. Das gute Teil hat mich knapp 40,- Euro gekostet, geht sicherlich günstiger/teurer, ich denke aber, der Preis für diese Pumpe ist angemessen. Die Pocket Shocks ist bei einem Gewicht von nur 176 g und einer Größe von 21 cm sicherlich Trikottaschen tauglich aber mal ganz ehrlich, auf ner Tour braucht man sie eigentlich nicht. Wenn das Fahrwerk einmal eingestellt ist, ist doch alles gut. Bei nem Wettkampf darf sie natürlich in der Werkstattaustattung nicht fehlen! Neben ihrer geringen Größe und der guten Pumpleistung (bis zu 20,7 bar), überzeugt sie auch mit ihrem zweistufigen Ventilaufsatz.

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Bei dem zweistufigen Ventilaufsatz wird das Ventil beim aufschrauben durch einen Voraufsatz dicht umschlossen. Erst im zweiten Schraubvorgang wird das Ventil letztendlich geöffnet und das Federbein kann mit Luft befüllt werden. Funktioniert tadellos…

Also, wenn ihr bei nem Rennen mal wieder Druck aufbauen wollt, die Topeak Dämpferpumpe hilft euch dabei ☺

… der Blog für Mountainbike-Enthusiasten